Bestattungsarten – Die passende Versicherungssumme wählen

burial-79479_640Da die Höhe der Versicherungssumme bei Sterbegeldversicherungen vom Versicherten selbst bestimmt wird, können auch aufwendigere Bestattungsarten gewählt werden, selbst die künftige Grabpflege kann gedeckt sein. Sterbegeldversicherungen ermöglichen auch das Hinterlegen einer Bestattungsverfügung. In ihr kann der Versicherte nicht nur die Bestattungsart festlegen, sondern auch die Form der Trauerfeier.

Er kann ebenso entscheiden, ob Kränze und Blumen erwünscht sind, oder Spenden für einen guten Zweck bevorzugt werden. Vielleicht ist ein Essen nach der Trauerfeier nicht im Sinne des Versicherten, in der bei der Sterbegeldversicherung hinterlegten Bestattungsverfügung kann dieser Wunsch ausgesprochen werden.

Friedhof nicht erwünscht

Manche Menschen fühlen sich zu Lebzeiten auf Friedhöfen nicht wohl und der Gedanke, nach ihrem Tod dort begraben zu werden, erschreckt sie. In Deutschland ermöglicht das Gesetz alternative Aschebeisetzungen, etwa die Waldbestattung. Im Rahmen einer Sterbegeldvorsorge kann die Waldbestattung als Bestattungsart gewählt werden. Die Kosten, zwischen 1.000 und 1.700 Euro, werden über die Sterbegeldversicherung abgedeckt. Der Wald ist Sinnbild der Ruhe, des Friedens. Der Baum steht für Stärke und Lebenskraft. Bei der Waldbestattung wird auf einem für Urnenbeisetzungen frei gegebenen Waldstück, die biologisch abbaubare Urne in den Wurzeln eines Baums vergraben.

Der Verstorbene, seine Asche, wird in den ewigen Kreislauf der Natur zurückgeführt, in dem der Baum die Nährstoffe aufnimmt. Zurück bleibt kein Grab, das Pflege bedarf, sondern ein Baum, der lebt, ein Baum inmitten eines friedvollen Wäldchens. Für die Hinterbliebenen wird der Baum zu einem Trost spendenden Objekt. Der Platz unter einem bestimmten Baum kann im Rahmen der Sterbegeldvorsorge bereits zu Lebzeiten ausgewählt werden. Nach der Beisetzung bleibt er in der Regel automatisch für 99 Jahre gesperrt. Auf Wunsch kann ein Namensschild angebracht werden, meist jedoch wird in den so genannten Ruheforsten die Anonymität gewählt.

Alternative Bestattungsarten

Wer eine Affinität zu Wasser besitzt, wird vielleicht in seiner Bestattungsverfügung, die er im Rahmen der Sterbeversicherung verfassen kann, ein Seebegräbnis wählen. Es ist in Deutschland jedoch nur gestattet, wenn ein besonderer Bezug des Verstorbenen zum Meer nachgewiesen werden kann. Gemeinsam mit der Sterbegeldversicherung kann bereits zu Lebzeiten der Nachweis bei den Behörden erbracht werden. Bei der Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer wasserlöslichen Urne an eine vorgegebene Stelle im Meer gebracht. Der Kapitän hält die Trauerrede und versenkt die Urne. Die Trauernden werfen Blumen und Blüten in das Wasser.

Da den Angehörigen bei dieser Bestattungsart kein Ort der Trauer, kein Ort zum Besuch bleibt, veranstalten Seebestatter regelmäßig Fahrten zu den so genannten Wasserfriedhöfen. Seebestattungen, je nach Region, kosten zwischen 1.000 und 2.500 Euro. Eine weitere alternative Bestattungsform stellt die Streubestattung dar, bei der die Asche auf einer Wiese verstreut wird. Die Streubestattung ist jedoch nur in wenigen deutschen Bundesländern erlaubt. Die Sterbegeldversicherung wird auch diese Kosten übernehmen.

Noch ist in Deutschland die Diamantbestattung verboten, bei der die Asche des Verstorbenen zu einem Diamanten gepresst wird. Wer jedoch diese Form in Erwägung zieht, kann den Wunsch ebenso bei Abschluss der Sterbegeldversicherung deponieren, als Möglichkeit, sollte eine Gesetzesänderung erfolgen.

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